Das 1:1 in der Bezirksliga 6 zwischen der SV Arnum und der SG Blaues Wunder war eine Punkteteilung, mit der so richtig niemand zufrieden gewesen ist. „Wir haben zwei Punkte verschenkt", sagte beide Trainer unisono.

23.09.2020

"Wir haben zwei Punkte liegen lassen": Sagen die SV Arnum und das Blaue Wunder nach dem 1:1

"Wir haben zwei Punkte liegen lassen": Sagen die SV Arnum und das Blaue Wunder nach dem 1:1"

Sportredaktion HannoverHannoversche Allgemeine / Neue Presse

 

Das 1:1 in der Bezirksliga 6 zwischen der SV Arnum und der SG Blaues Wunder war eine Punkteteilung, mit der so richtig niemand zufrieden gewesen ist. „Wir haben zwei Punkte verschenkt", sagte beide Trainer unisono.

Emir Vojnikovic hat nach dem 1:1 gegen die SG Blaues Wunder ganz nüchtern Bilanz gezogen: „Wir haben insgesamt sicher zwei Punkte verschenkt, auf der anderen Seiten ist das Unentschieden unterm Strich korrekt, weil der Gegner in der letzten Minute eine 1000-prozentige Chancen verballert“, so der Coach des Bezirksligisten SV Arnum. „Wir spielen im Augenblick nicht gut und lassen dann auch noch Chancen liegen.“ Leon Erler, neuer Trainer des Blauen Wunders, war nach einer dominanten ersten Halbzeit der gleichen Ansicht: „Wir haben zwei Punkte verschenkt."

Die Arnumer waren zwar von Beginn an feldüberlegen, hatten aber mit den Gästen zumindest 50 Minuten lang enorme Probleme. „Die standen in ihrem 4-2-3-1 extrem kompakt, haben gut gepresst und waren sehr griffig. Und sie haben auch ganz ordentlich kombiniert, hatten auch in der Offensive gute Ansätze", sagte Vojnikovic.

Führung hält nur drei Minuten

Seine Mannschaft habe sich zudem schlicht zu viele Fehler geleistet. Dennoch sei die Mannschaft natürlich zu Chancen gekommen. „Dafür ist unsere Qualität letztlich zu groß.“ Nachdem Boua Karim Dagnogo den ersten Hochkaräter nicht im Tor unterbringen konnte, war es Sune-Timon Gärtner, der nach einem schönen Angriff zum 1:0 traf (30.).

Hoch das Bein: Arnums Niklas Schnell (links) klärt die Situation vor Jivan Hajo. © Stefan Zwing

 

Die Führung hatte jedoch nicht lange Bestand, denn die Gäste glichen nur zwei Minuten später durch Leon-Magnus Lindecke aus. „Die Entstehung war ein bisschen kurios und fast schon symptomatisch für die aktuelle Situation: Unser Keeper hat einem seiner Mitspieler den Ball an den Rücken geschossen, und von da prallte er direkt vor die Füße des Torschützen“, so Vojnikovic.

"Waren phasenweise überheblich"

Vor der Pause bot sich noch zweimal Can-Christopher Cagrici und einmal Rademacher die Möglichkeit, die Platzherren wieder in eine bessere Ausgangsposition zu bringen, doch es sollte nicht sein. Die Wunderaner hatten ihrerseits ebenfalls noch eine gute Gelegenheit, scheiterten aber an SVA-Torwart Kai Kruskop.

Als bei der SG nach 55. Minute die Kräfte allmählich schwanden, bekam die SVA endgültig Oberwasser. „Wir haben zwar gedrückt, waren dabei aber phasenweise überheblich, dachten offenbar, das geht jetzt von allein“, ärgerte sich der Coach. Ging es aber nicht.

Eine elfmeterreife Szene, bei der Rademacher gelegt wurde, eine erstklassige Chance von Gärtner und dazu noch zwei, drei weitere Möglichkeiten – „mehr war da nicht“.

Im Gegenteil: „Wir haben uns teilweise hinten blank gemacht, weil sich jeder nach vorne einschalten wollte und die taktische Disziplin fehlte.“ Das hätte sich in der 90. Minute fast noch gerächt, als die Gäste mit zwei Mann allein auf Keeper Kruskop zuliefen, den Ball aber am leeren Tor vorbeischossen. Vojnikovic: „Den Sieg hatten wir heute nicht verdient.“